Nüchtern betrachtet

Wer so viel Gefühl gibt, soll auch müde machen!

Feuilleton | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Über die geo-physikalischen Ursachen der sogenannten "Frühlingsgefühle“ habe ich mich an dieser Stelle schon vor acht Jahren ausgelassen. Diese sind unter anderem Folge jener Körperkollisionen, zu denen es aus mangelnder Koordinierung von Geh- und Sehrichtung kommt, welche wiederum eine Folge des humanen Heliotropismus ist: Wir wenden der Sonne eine möglichst große Körperfläche zu, wir machen es wie in einem Bangles-Song und rennen rum wie die Ägypter - und so geschieht es, dass wir ineinander krachen, woraus manch Schönes sich ergeben mag.

Der Frühling ist, und das wird gerne übersehen, den anderen Jahreszeiten schon rein lautlich überlegen und aus Gründen schierer Assonanz für Gefühle prädestiniert: So viel Gefühl wie in ihn kann man weder in den Sommer noch in den Herbst oder den Winter legen - Vivaldi hin, Vivaldi her. In den Frühling kann man sich so richtig reinknien,

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