Fische essen. Aber richtig!

Stadtleben | Bericht: Florian Holzer | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Die Fischbestände der Welt stehen aufgrund von Überfischung unmittelbar vor dem Kollaps. Doch jetzt scheint die Industrie zu handeln

Die Zahlen stimmen nicht, sagt Antje Helms, Meeresbiologin und bei Greenpeace zuständig für das Thema Fischerei und Meeresschutz. Was uns die Tabellen der Statistik Austria sagen, nämlich dass wir pro Jahr 7,5 Kilo Fisch essen und daher mit der Überfischung der Meere, dem Aussterben der Arten und der Zerstörung von Meeresboden viel weniger zu tun haben als die anderen Europäer oder die Weltbevölkerung überhaupt, ist ein statistischer Trick: In Österreich wird nur das verzehrte Gewicht gerechnet, also das Filet. Überall sonst auf der Welt zieht man zur Berechnung das Fanggewicht des Fisches heran - etwa doppelt so viel.

Womit wir in Österreich bei etwa 16 Kilo pro Kopf und Jahr wären, 16 Kilo Fischstäbchen, freitäglicher Kabeljau gebacken, Sushi, Branzinofilet, Sardellenringerl, Nuri-Sardine, Thunfischsalat und Fish-Burger. Knapp unter dem Weltdurchschnitt,


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