Basics

Bevor du’s machst mit nasser Wade, mach’s doch mit dem Wasserbade

Grundkurs Kochen (119)

Stadtleben | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Wieder einmal ein bisschen Material- und Handwerkskunde, hier in unserer kleinen Basis-Kombüse. Nämlich auch, weil das "Wasserbad“ mit schöner Regelmäßigkeit im Küchenalltag vorkommt und man eigentlich nie genau weiß, ob man’s grad richtig macht. Zum Beispiel, weil man Schokolade und Butter für die besten Cupcakes der Welt (das Rezept verraten wir Ihnen später einmal, versprochen) im Wasserbad schmelzen lassen soll. Im Wasserbad werden Zutaten erhitzt, die leicht anbrennen oder leicht gerinnen: Eier, Obers, Milch. Oder Butter und Schokolade.

Erstens: Vergessen Sie in diesem Fall die Bain-Marie, ein spezielles Küchengerät, das man Ihnen vielleicht einreden möchte. Die Anschaffung eines Schlagkessels rechnet sich erst, wenn Sie vorhaben, täglich eine Sauce hollandaise (Rezept folgt auch!) zuzubereiten. Die nächsten vier Jahre. Für die Hobbyküche tut’s auch ein kleinerer Topf mit Stiel und eine etwas kleinere Schüssel aus Metall, die da reinpasst. Ihre Lieblingsmüslischüssel aus Porzellan ginge auch.

Erhitzen Sie nun, zweitens, nicht zu viel Wasser im Topf, bis es siedet, geben Sie die zweite Schüssel mit den zu wasserbadenden Zutaten hinein und vergessen Sie das Rühren mit einem Schneebesen nicht. Anbrennen sollte jetzt zwar nichts können, aber wir wollen schließlich den Prozess des Warmwerdens nicht aus den Augen verlieren.

Apropos: Ganz Mutige pfeifen aufs Wasserbad und rühren "auf ganz kleiner Flamme“. Das geht, drittens, aber meistens schief. Bad idea. cw


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