Währing macht auf Stadt

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Am Aumannplatz wurde eine Bank zur Filiale des Goldesels Rochus & Freiraum

Die Rochus-Leute lachen mich ja aus, weil ich die kleinen, schrägen Lokale so mag, und die großen, mainstreamigen Hütten aber halt die Kohle machen. Stimmt schon, in den von ihnen betriebenen Erlebniszentren mit gastronomischem Nebeneffekt für die Altersgruppe 13 bis 23 rollt der Rubel, dass man nur staunen kann, 2000 Essen pro Tag sind normal.

Vorige Woche eröffnete das dritte Lokal dieser Kategorie. Auch hier machte man es dem Publikum namenstechnisch nicht schwer, die frühere Bankfiliale am Aumannplatz wurde Aumann genannt. Auch hier wurde nicht mit Sitzplätzen gegeizt, auch hier blieb man dem Prinzip der differenten Atmosphären treu. Als da wären: eine mächtige, zentrale Bar, sehr braun, sehr amerikanisch, mit ziemlich originellen Barhockern, die an amerikanische Sportwagensitze aus den 60ern erinnern. Diner, Lounge, Steakhouse. Der Winkel rechts neben der Bar ist der lässigste, wenn man ganz viel Geld


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