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Verkleiden, um Gesellschaft zu demaskieren

Lexikon | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Sein Name ist unmittelbar mit der Methode des investigativ-verdeckten Journalismus verbunden. Der Begriff "wallraffen“ gehört längst zum Sprachgebrauch für Undercover-Recherchen. Der Journalist und Schriftsteller Günter Wallraff ist mit seinen zahlreichen Enthüllungen längst in die Geschichte der deutschsprachigen Publizistik eingegangen. Als Lohnarbeiter getarnt, schleuste sich der hungrige Journalist in den 60er Jahren in die Welt von diversen Großbetrieben ein und entlarvte die teils unzumutbaren Arbeitsbedingungen. Den Chefetagen gefielen diese umstrittenen Aufdeckerstorys natürlich nicht, Personalbüros wurden mit Steckbriefen versorgt. Dennoch konnte Walraff seine Recherchen immer wieder unerkannt fortsetzen, weil er stets andere Identitäten annahm.

Seine wohl bekannteste Rolle leistete er als Hans Esser in der Redaktion der Bild-Zeitung. Die Erfahrungen seiner monatelangen Tätigkeit in der Lokalredaktion Hannover schildert er im Bestseller "Der Aufmacher“. Darin weist


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