Kritik

Die wilden Sixties ohne das, was heute zählt

Lexikon | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Als die Kulturabteilung der Stadt Wien in den 50er-Jahren Kunst zu kaufen begann, stand dahinter weniger der Wunsch nach einer repräsentativen Sammlung als vielmehr der nach der Förderung von Künstlern. Ein Teil der Arbeiten wurde auch für Schulgalerien angeschafft. Nun läuft im Musa die Ausstellung "Die 60er Jahre. Eine phantastische Moderne“, die eine Auswahl aus den damals angekauften Werken präsentiert. Die Schau kann freilich nur so gut sein wie das Auge der damaligen Ankäufer. Der Wiener Aktionismus fehlt als unliebsame Undergroundströmung fast ganz, dafür sind die realistischen Fantasten dick vertreten. Die Schau führt viel Mittelmaß vor, das eher von der Verweigerung der Moderne in der österreichischen Kunst erzählt als von ihrer Fantasie. NS

Musa, bis 15.10.


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