Neu im Kino

Kosenamen für Tauben im "Labyrinth der Wörter“

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Die Wiesen sind sattgrün, die Wahrheiten einfach und die Menschen herzlich in den Filmen von Jean Becker. Nach "Ein Sommer auf dem Lande“ (1999) und "Dialog mit meinem Gärtner“ (2007) singt auch "Das Labyrinth der Wörter“ ein Loblied auf erdverbundene Lebensweisheit: Hilfsarbeiter Germain (Depardieu) trotzt mit Gutmütigkeit und renitentem Witz der Geringschätzung durch Mutter und Umgebung. In der zierlichen Pensionistin Margueritte (Casadesus) findet der sprachbegabte Analphabet spät, aber nicht zu spät eine Lehrerin. Weil Becker dem Charme des ungleichen Hauptdarstellerduos anscheinend nicht genug traut, sammelt er nebenher so ziemlich alles an, was sonst noch Pluspunkte in Drolligkeit bringt: Die Katze schnurrt, der italienische Kumpel gestikuliert, und sogar die Tauben im Park tragen Kosenamen.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)


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