Neu im Kino

Vakuumverpacktes Designerdings: "Brand“

Lexikon | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Ein Beziehungsfünfeck: Schriftsteller Brand (Bierbichler) beginnt eine Affäre mit der Pflegerin seiner sterbenskranken Gattin. Deren Mann wiederum, ein türkischstämmiger Polizist, beginnt bald ein Ränkespiel, in dem auch seinem Kollegen eine Rolle zugedacht ist. In "Brand“ (Regie und Buch: Thomas Roth) geht es ums Beherrschenwollen und das Entgleiten von Situationen und Bildern. Das wirkt einigermaßen ironisch angesichts eines Films, der gern abgründiger Neo-Noir wäre, ohne dass Figuren und Dialoge je dem Reißbrett entkämen. Da helfen kompetent aufgeräumte Bilder und bedeutungsschwangeres Getue ums "Shooting“ mit Fotoapparat und Pistole auch nichts: Dieses vakuumverpackte Designerdings fällt eher hinter durchschnittliche Hauptabendkrimikost zurück. JS

Ab Fr in den Kinos


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