Lieber Herr Kollege, ändern Sie den Kurs!

Falter & Meinung | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Karlheinz Töchterle ist eine Hoffnungsgestalt. Wird er als neuer Wissenschaftsminister das System reformieren?

Gastkommentar: Alexander van der Bellen

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts, sagte Hannes Androsch neulich im Forschungsausschuss des Nationalrats. Er sagte auch: Forschungsaktivitäten könne man nicht bei Schlecker im Regal kaufen, und qualifizierte Forscher nicht übers AMS abrufen. Dynamische Kontinuität sei wichtig, also ein verlässlicher Budgetpfad ohne längere Einbrüche. Dem kann man nur beipflichten.

Karlheinz Töchterle, bisher Rektor der Uni Innsbruck, wird, kaum als Minister angelobt, gleich mit den Realitäten des Bundesfinanzrahmens konfrontiert werden. Der Finanzrahmen vom letzten Jahr sieht ein reales Minus für die Universitäten bis 2013 vor, ungeachtet aller PR um sogenannte Offensivprogramme. Der Rektor einer Wiener Universität sagte mir vor drei Wochen, wenn das so bleibe, sei seine Uni 2014 zahlungsunfähig (und das Ministerium wisse das).


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