Kolumne  

Syrien und Libyen: Der Aufstand verliert seine Unschuld

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Wenn Volksrevolutionen zum Bürgerkrieg werden, dann verlieren sie rasch ihre Unschuld. So kann sich in Libyen der Widerstand gegen das bewaffnete Rollback des Gaddafi-Regimes nur dank der Schützenhilfe der Nato halten. Paradoxerweise bestätigt gerade die militärisch fragwürdige Spontaneität der Rebellen, dass da eine ungeübte Volksbewegung gegen einen staatlichen Militärapparat ankämpft.

Ägypten blieb ein solches Szenario durch die Kehrtwende der Streitkräfte gegen den langjährigen Oberbefehlshaber Hosni Mubarak erspart. Der sanfte Druck der Schutzmacht Amerika half der ägyptischen Armee auf den Weg zur Reform. Allerdings steht der echte Bruch mit den alten Machtstrukturen noch aus.

In Syrien versuchte das Assad-Regime durch das Angstgespenst eines irakischen Chaos die Protestbewegung zu isolieren - trotz hunderter Toter bisher ohne Erfolg. Hafez al-Assad, Vater des gegenwärtigen Präsidenten, ließ 1982 die Bevölkerung von Hama niederkartätschen. 20.000 Kinder, Frauen und

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