Nachgesehen  

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Osterstau an der Zapfsäule: Urlaub trotz hoher Treibstoffpreise

Karsamstag, 11 Uhr vormittags. Auf der Donaukanallände im dritten Bezirk stauen sich die Autos bei der letzten Tankstelle vor der Auffahrt zur Südosttangente. Viele Wiener nutzen das Osterwochenende, um die Stadt zu verlassen. Doch manch einer verzieht das Gesicht, als er die Säule mit den Treibstoffpreisen erblickt. 1,43 Euro kostet der Liter Diesel heute, 1,47 Superbenzin.

Das sind die höchsten Preise seit dem Rekord 2008, vor Beginn der Wirtschaftskrise. Autofahrerclubs kritisieren, dass die Preise gerade zu Feiertagen angehoben würden, und raten, tagesschwankungsbedingt, zum Tanken vor dem Mittag. Martin Corce, 29, kümmert das nicht besonders. Zwar zahle er pro Füllung etwa zehn Euro mehr als vor einiger Zeit, sagt der Wiener, der mit seiner Freundin über Ostern zur Familie in die Obersteiermark fährt. "Aber ich benutze das Auto nur, wenn ich aufs Land fahre. In Wien nehme ich ohnehin die Öffis oder das Rad.“


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