Überraschende Geschenke leuchten umso stärker

Feuilleton | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Die von Alfred Brendel kuratierte Filmschau "Zwischen Grauen und Gelächter“ zeigte den Meisterpianisten als Filmkenner

Reportage: Armin Thurnher

Nein, er ist kein Mann des Mikrofons. Aber er nimmt es auf sich, jeden gespielten Film kurz, präzise, witzig und wohlvorbereitet einzuleiten. Alfred Brendel ist ein pflichtbewusster Mensch. Absagen oder Verschiebungen gehen ihm nahe. Kaum je in seiner langen Karriere hat der Pianist ein Konzert abgesagt.

Seine Liszt-Lecture im Musikverein hatte er nach einer Operation verschieben, auch die Eröffnung der ihm gewidmeten Filmschau in Wien hatte er versäumen müssen, aber am Mittwoch vergangener Woche war er zur Stelle. Zum erstmöglichen Termin, den ihm der Arzt zugestanden hatte, setzte er sich ins Flugzeug.

"Zwischen Grauen und Gelächter - Alfred Brendel geht ins Kino“, hieß die Schau der Viennale, die der große Musiker und Schriftsteller um nichts hätte versäumen wollen. Viennale-Direktor Hans Hurch war verblüfft über dessen Kinowissen,


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