"Wir sind eben Niederösterreicher und huldigen dem Gott Dionysos“

Feuilleton | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Der aus Wien gebürtige Maler, Aktionskünstler und Komponist Hermann Nitsch (72) ist zugleich der berühmteste Künstler Niederösterreichs: Auf Schloss Prinzendorf im nordöstlichen Weinviertel werden seit 1971 die "Orgien-Mysterien-Spiele“ veranstaltet, und im 15 Kilometer entfernten Mistelbach, das lange Zeit als Polizistenhochburg galt, wurde auf dem Gelände einer adaptierten Maschinenfabrik 2007 das Museumszentrum Mistelbach errichtet, zu dem neben dem Hermann Nitsch Museum noch das Museum Lebenswelt Weinviertel gehört.

Falter: Muss man eigentlich den niederösterreichischen Landeshauptmann persönlich kennen, um in Niederösterreich ein Museum zu kriegen?

Hermann Nitsch: Ich weiß nicht, ob man jemand persönlich kennen muss oder ob man nicht zuerst einmal eine Persönlichkeit sein muss, damit man ein Museum kriegt. Ich kann mich noch an die 60er-Jahre erinnern, als sich in Sachen Kunstförderung in Graz sehr viel getan hat: Es gab das Forum Stadtpark, es gab Alfred Kolleritsch


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