Ein Ruhepolster für Rumschreier

Feuilleton | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Die Britband Wild Beasts hat sich auf ihrem neuen Album für theatralischen Schönklang entschieden

Bandporträt: Sebastian Fastner

Es soll vorkommen, dass Bands sich im Verlauf ihrer Karriere in die entgegengesetzte Richtung drehen. Am Anfang steht zumeist Sturm und Drang, gegen Ende findet man sich knietief im Midtempo wieder. Bisweilen handelt es sich lediglich um eine Alterserscheinung, und die Noten verraten, was man in einem bestimmten Alter spielen möchte und was man noch spielen kann.

Die Wild Beasts haben eine solche Entwicklung genommen. Wofür andere Bands zehn oder 20 Jahre brauchen, das haben sie sehr rasant und bereits in ihren Twenties hinter sich gebracht. Zwischen dem Totalangriff des hysterisch-überdrehten Debüts "Limbo, Panto“, einer ebenso bemerkenswerten wie enervierenden Mischung aus Post-Punk, Falsettgesang und Referenzen an die englische Sprache und Unterhaltungskunst des frühen 20. Jahrhunderts, bis zum beschaulich wiegenden neuen Album "Smother“ liegen nicht

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