Stadtrand 

Dem Bader blüh’n wieder die Bäume ...

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Wer, glauben Sie, hat sich am 2. Mai extra einen Urlaubstag genommen, um pünktlich zur Saisoneröffnung um neun Uhr früh als Allererster in bestes Wiener Bäderwasser zu tauchen? Genau. Natürlich wird an dieser Stelle nicht verraten, um welches städtische Sommerbad es sich konkret handelt, man möchte schließlich weiterhin die 50-Meter-Bahn für sich alleine haben, ohne Warteschlange reingelassen werden (Monatskarte!) und auch immer ein freies Kästchen bekommen. Ach, der Sommer beginnt. Endlich wieder schwimmen mit Frischluft, Platz und Sonnenschein. Die Massen kommen später. Besser ist nur noch, im Freibad zu sein, während Regen ins Wasser tröpfelt. Das machen dann aber echt nur noch die ganz großen Fans, und die Chancen, das komplette Becken für sich alleine zu haben, stehen gut. Denn der Badschluss, so steht’s in den Bestimmungen, kann bei Schlechtwetter zwar "vorverlegt“ werden. Aufgesperrt wird morgens aber trotzdem immer - selbst bei Blitz und Donnerwetter. Weil: Wieso auch nicht? Nass wird man ja so oder so.


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