7 Sachen die Sie über den THESEUSTEMPEL eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Hilfe, der Theseustempel wird gesperrt!

Bitte der Reihe nach: Der Tempel im Volksgarten wird nach jahrelanger Renovierung wieder zugänglich sein. Es wird auch keine "Sperre“ geben, sondern nur eine Kette, die die Skateboardfahrer von den Stufen abhält.

Früher saßen immer die Hippies auf den Treppen. Und jetzt?

Noch einmal: Sitzen erlaubt, aber so, dass das Gebäude nicht ramponiert wird. Das gilt auch für Männer mit langen Haaren, nur sollten die Zotteln sauber sein.

Früher sah der Tempel viel antiker aus.

Als der Tempel 1823 von dem Architekten Pietro Nobile geplant wurde, sollte er möglichst griechisch aussehen. Die Altertumsforscher gruben damals Ruinen und Skulpturen aus Marmor aus. Da keine Farbe mehr dran war, dachte man, ganz Athen sei weiß gewesen. Daher hat man den Theseustempel weiß gestrichen, ein nunmehr rekonstruierter Zustand.

Warum Theseus?

Weil dort die Skulptur "Theseus im Kampf mit Minotaurus“ ausgestellt werden sollte, die sich heute im Kunsthistorischen Museum befindet. Was man von außen nicht sieht: In den thermenartigen Kellergewölben wurden früher einmal antike Skulpturen ausgestellt.

Im Tempel selbst gab es aber auch Kunst.

Den Schlüssel hat das Kunsthistorische, und das wird hier wohl wieder etwas Zeitgenössisches machen.

Für Sprayer ist der Tempel eine Freude.

Man weiß aus Erfahrung, dass Wiener Sprayer mit Kulturdenkmälern vorsichtig umgehen. Toi, toi, toi!

Ist doch halb so schlimm, so ein Graffito?!

Doch, denn der klassizistische Bau symbolisiert die Freiheit der republikanischen Demokratie. Und davon gibt es im feudalistischen Wien nur ganz wenig.


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