Noch mehr vom Ei

Stadtleben | aus FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Von wegen hart: Was von Ostern unversehrt geblieben ist, lässt sich raffinierter zubereiten

Gerichtsbericht: Werner Meisinger

Variatio delectat sagt meine im Lateinischen zu Höchstleistungen geschundene Tochter. Ich darf daher zu der Unzahl an runden Ostereiern ein quallenförmiges beitragen und auf ein eckiges verweisen.

Das quallenförmige durfte ich bei dem nun leider emeritierten Emile Jung in dessen Au Crocodile in Straßburg erleben. Der Meister hatte für uns eine klassische Speisenfolge vorgesehen. Für die ganz jungen Leser, die mit dieser Art von Klassik wenig vertraut sein können, weil ein solches Programm heutzutage nur noch an wenigen Häusern gegeben wird, sei die klassische Speisenfolge kurz beschrieben: Sie beginnt mit einer kalten Vorspeise. Die heute üblichen Mundhappen (amuse gueules, amuse bouches …) sind postklassisch und dienen der Fitness der Gardemangers und des Servierpersonals. Sie verursachen Unruhe im Lokal, belästigen in ihrer Verspieltheit jeden ernsten


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