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Gerhard Roths "Orkus“: eine Reise zu den Toten

Lexikon | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Ein vom Schreiben im besten Sinne Besessener“, so bezeichnet sich Gerhard Roth (Jg. 1942) selbst. In den letzten 32 Jahren hat der Grazer mit "Die Archive des Schweigens“ und "Orkus“ zwei breit angelegte Romanzyklen geschrieben, die insgesamt rund 6000 Seiten umfassen. Jetzt erscheint als Abschluss "Orkus. Eine Reise zu den Toten“, eine innere Autobiografie, in der Roths Leben mit dem seiner Figuren verschmilzt. "Wie Dante in der, Göttlichen Komödie‘ steigt der Ich-Erzähler hinab in jenen Höllenschlund, in dessen tiefstem Inneren, dem, Herz der Finsternis‘, das Grauen der Leichenberge, der Millionen namenlosen Toten, Opfer des Nationalsozialismus, harrt“, greift Daniela Bartens in ihrer Rezension zu großen Vergleichen. Bei der Buchpräsentation treten neben dem Autor auch die Burgschauspieler Petra Morzé und Peter Mati´c auf. SF

Burgtheater, Do 20.00


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