Für den Drama-Nachwuchs aus Ost und West

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

uniT vergibt 2011 erneut den Retzhofer Dramapreis

Die Namen der bisherigen Sieger lesen sich wie ein kleines Who is who des erfolgreichen dramatischen Nachwuchses, darunter auch Gerhild Steinbuch oder Ewald Palmetshofer. Die Rede ist vom biennal vergebenen Retzhofer Dramapreis, der zugleich auch auf eine Bildungsmöglichkeit verweist: Der Grazer Verein uniT hat seit 2003 ein Programm für Nachwuchsdramatiker entwickelt, auch der Preis gehört dazu: Interessierte können mit einer Stückidee und zwei Szenen einreichen. Eine Vorjury wählt Autoren aus, die dann in Workshops an ihren Dramen feilen.

2011 wurden derart 14 aus 142 Einreichungen ausgewählt, Szenen werden auf der Probebühne des Schaus pielhauses präsentiert, der Sieger wird am Freitag auf Schloss Retzhof prämiert. Die Bandbreite der potenziellen Siegerbeiträge beeindruckt: Sie reicht von "Tollwut" der Grazer Autorin Andrea Stift, der Text handelt von der Unmöglichkeit demokratischen Zusammenlebens, bis zu "young rebel" der Dresdnerin Sarah Trilsch - sie beschäftigt sich mit dem massenkulturellen Erbe der DDR. Und der aus Moldawien gebürtige Pyotr Magnus Nedov erzählt in "Neu Jahr" gar vom SilvesterCountdown eines heroinsüchtigen Bühnenbildners. Das sind aber nur drei von insgesamt 14 Beiträgen. Einer wird gewinnen.

Schauspielhaus Graz, 5.5., 19.30

Schloss Retzhof, Fr 19.30


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