Seinesgleichen geschieht  

Österreich preisen und an ihm leiden: Josef Ostermayer und die Unterkärntner

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Die Kärntner Ortstafelfrage ist gelöst. Soweit sich solche Fragen überhaupt lösen lassen. Mentalitätsmäßig hängen die Deutschkärntner in ihrem Deutschkärntnersein vermutlich zu tief drinnen, als dass sich hier in wenigen Generationen etwas lösen ließe. Mit gewissem Unbehagen registrierte man die selbstzufriedenen Aussagen älterer Dorfbewohnerinnen, die zu Protokoll gaben, Slowenisch halt einfach nicht zu mögen. Sie würden deshalb bei der Volksbefragung gern gegen die getroffene Lösung stimmen.

Die FPK, ein postfeudales und postspaßfaschistisches Gebilde, setzt auf die Kraft des Ressentiments, des einzigen Treibstoffs, den ihre Politik je kannte, und fordert, nachdem sie selbst in Gestalt des Landeshauptmanns Dörfler dem Kompromiss zugestimmt hatte, nun doch eine Volksbefragung.

Die Volksbefragung ist totaler Unsinn, wenn man irgendetwas außer Ressentimentpolitik erwartet. Eine Volksabstimmung über einen Kompromiss ließe man sich zur Not noch einreden, wenn dieser auch

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