Kommentar 

Gestern, Heute, Morgen: der Streit um die Burg als Medien-Farce

Burgtheater

Falter & Meinung | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Kein Morgen ohne Heute: Der von der U-Bahn-Zeitung vor Ostern ausgerufene "Burgtheater-Krieg“ hat erstaunlich weite Kreise gezogen. Auslöser der Affäre war Burg-Star Birgit Minichmayr, die ab Mitte Mai die Titelrolle in Frank Wedekinds "Lulu“ spielen sollte, die Premiere aber - nach Differenzen mit dem Regisseur - platzen ließ. Heute nahm das zum Anlass für einen Artikel über das "raue Arbeitsklima“ am Haus und "cholerische Ausbrüche“ von Direktor Matthias Hartmann.

Was daran wahr ist und, wenn ja, wie relevant solche Interna für die Öffentlichkeit überhaupt sind, ist nicht das Thema. Für solche Details hat sich der Boulevard noch nie interessiert. Spannend zu beobachten aber waren jedenfalls die Reaktionen, die der Artikel auch in sogenannten Qualitätszeitungen auslöste. Drollig war zunächst, wie die Hartmann-Freunde in den Feuilletons zur Verteidigung des Direktors schritten. Im Kurier etwa ließ Michaela Mottinger wissen, von schlechter Stimmung sei ihr bei ihren


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