“Die Präsidentschaftskandidatur war Faymanns Idee“

Politik | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll über irrende Kontrollore, Parteibücher und das unmoralische Angebot, Bundespräsident zu werden

Interview: Florian Klenk, Barbara Tóth

Landeshauptmann Erwin Pröll nimmt in den ledernen Fauteuil an der Front seines Büros Platz, das so groß wie ein Turnsaal ist. An der Decke hängt ein gigantischer Luster, ein Erbstück aus dem alten niederösterreichischen Landhaus in der Wiener Herrengasse, ihm gegenüber thront ein Nitsch-Schüttbild. Tradition und Moderne, ganz so, wie es dem Landeshauptmann gefällt. Pröll sitzt mit dem Rücken zum Fenster. "Im Gegenlicht“, meint Falter-Fotograf Hans Hochstöger. "Das ist Ihr Problem. Gemmas an?“

Falter: Herr Landeshauptmann, wir wollen mit Ihnen über Anstand und Stillstand reden.

Erwin Pröll: Ja, gerne.

Als Ihr Neffe diese beiden Worte verwendete, fühlten Sie sich da angesprochen?

Pröll: Nein, absolut nicht. Das ist auch relativ einfach erklärbar. Ich bin seit 30 Jahren in der Politik, und habe

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige