Wie bastelt man sich ein Einwanderungsland?

Politik | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Österreich sei ein Einwanderungsland, sagt Sebastian Kurz. Der Vergleich mit Schweden zeigt, dass es noch viel lernen muss

Rezension: Marion Bacher

Was haben der Schwede Tobias Billström und der Österreicher Sebastian Kurz gemeinsam? Die blonden Haare. Die blauen Augen. Das adrette, fast schon geschleckte Auftreten. Ideologisch sind beide in wertekonservativen Parteien zu Hause, wenn auch Billströms Partei - die Moderaten - einen wirtschaftlich weitaus liberaleren Kurs als die ÖVP verfolgt. Abgesehen davon, dass sie die Jüngsten in ihren Regierungen sind, beackern sie ein ähnliches Feld: Billström ist seit 2006 schwedischer Migrationsminister, Kurz seit zwei Wochen Integrationsstaatssekretär.

Sein bis dato wichtigstes integrationspolitisches Bekenntnis: Deutsch sei der Schlüssel zur Integration, und deshalb müsse jeder die Chance bekommen, die Sprache "optimal“ zu lernen. Was Kurz anstrebt, setzen die Schweden schon seit fast 50 Jahren um: Als die Österreicher noch daran glaubten,


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