Nachgetragen  

Politik | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Das Wiener Bettelverbot: Sind Augustin-Verkäufer gewerbsmäßige Bettler?

Florian Klenk

In der rot-schwarz regierten Steiermark wurde das Betteln mittlerweile ausnahmslos verboten. Die Wiener SPÖ hingegen wollte nur jene bestrafen, die "organisiert“ oder "aggressiv“ betteln. Die Polizei legt diese Bestimmungen jedoch zunehmend exzessiv aus, wie immer mehr Einzelfälle belegen, die die Wiener Grünen dokumentieren.

Der grüne Stadtpolitiker Niki Kunrath etwa verweist auf den Fall eines Augustin-Verkäufers, den die Polizei bestrafte, weil er "auf eine Krücke gestützt“ gewerbsmäßig am Kupkamarkt gebettelt habe, indem er "aufdringlich die Hand ausstreckte“, so das Polizeiprotokoll. Die grüne Fünfhauser Bezirksrätin Birgit Hebein kennt den nächsten hässlichen Fall: So wurde kürzlich eine 74-jährige Bettlerin in der U-Bahn-Station Schottentor festgenommen und vor den Passanten in einen Polizeibus verfrachtet, weil sie


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