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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Es ist ein Drama, das sich hinter den dicken Mauern des Gesundheitsministeriums abspielt, unbemerkt von der Öffentlichkeit - wäre nicht die Kronen Zeitung, die dem Treiben ein Ende setzt. "Ministerium will Entenküken töten“ lautet die Schlagzeile für diesen "Horror-(Tier-)Roman“, der "grausame, herzlose Realität“ sei: "Ausgerechnet im Gesundheitsministerium wird zur gnadenlosen Tötung einer Entenfamilie aufgerufen.“ Es drohe die "Todesspritze in den Dottersack“.

Ein Entenpaar hatte es sich im Ministerium gemütlich gemacht, bis eine Beamtin ihnen "jedes schützende Nest“ raubte, wie die Krone aus deren "herzlosem Schreiben“ zitiert. "Ihr perfider Aufruf:, Nehmt dem Vogel die Eier weg - und schiebt ihnen Kalk oder Plastikeier unter.‘“ Dank Krone müssen die Enten aber keinen Kalk ausbrüten. Die hat nämlich den Gesundheitsminister zur Causa prima interviewt: Der verspricht, er werde den Entenbaby-mord "persönlich verhindern“. Denn den Gesundheitsminister "stören die Tiere überhaupt nicht“.


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