Der falsche Mann zur rechten Zeit

Feuilleton | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Pianist Francesco Tristano kombiniert Bach mit Cage und spielt darüber hinaus auch Techno

Porträt: Sebastian Fasthuber

Jetzt klebt halt das gelbe Rechteck drauf.“ Francesco Tristano lächelt. Ein bisschen ironisch, aber durchaus auch stolz. Mit seinem neuen Album, dem gewagten Schulterschluss "bachCage“, ist der 29-jährige Pianist erstmalig bei der Deutschen Grammophon untergekommen.

Dass der Luxemburger mit Hauptwohnsitz Barcelona, nicht zuletzt aufgrund seines guten Aussehens, als Zukunftshoffnung im Bereich der Klassik gilt, merkt man schon an seinem dichten Zeitplan: Interviews im Halbstundentakt. Als Ort der Begegnung diente jenes Designhotel, in dem kurz zuvor auch Herbert Grönemeyer Hof gehalten hatte.

Tristano macht einen erfrischend bodennahen Eindruck. Den Hype, den vor allem das deutsche Feuilleton um ihn veranstaltet, scheint er zu ignorieren, so gut es eben geht. "Klassik-Popstar? Damit identifiziere ich mich überhaupt nicht“, meint er bestimmt, nachdem das erste Drittel


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