Was lange währt, wird endlich gut: das späte Debüt der Wiener Sängerin Tania Saedi

Feuilleton | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Plattenkritik: Gerhard Stöger

Gut Ding braucht Weile, heißt es. Von Ewigkeit ist im Sprichwort nicht die Rede. Genau diese Ewigkeit dauerte es aber, bis das Debüt der Wiener Sängerin Tania Saedi Wirklichkeit wurde. Das knappe Jahr, das sie mit ihrem Produzenten Markus Kienzl (Sofa Surfers) konkret an den elf Songs von "Exhale“ gearbeitet hat, fällt da kaum ins Gewicht - ursprünglich sollte es bereits Anfang der Nullerjahre ein Album von Saedi geben.

"Was soll’s, so läuft es halt im Leben“, sagt die gebürtige Iranerin, die als Kleinkind nach Wien kam. "Rückblickend ist es okay, dass es so lange gedauert hat. Ich habe so viel gemacht, dass mir diese Zeit nicht wie ein Verlust vorkommt, ganz im Gegenteil.“ Tatsächlich trifft auf "Exhale“ noch eine andere Redensart zu: Was lange währt, wird endlich gut.

Saedis wandlungsfähige Stimme hat selbst in Momenten des Flüsterns eine intensive Präsenz, gleichzeitig wirkt sie aber auch in forscheren Passagen nie wuchtig. Saedi singt


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