Doch die im Dunkeln sieht man nicht

Feuilleton | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Vier überaus spannende Bücher leuchten das Schattenreich der Attentäter, Putschisten und Terrorpaten aus

SAMMELREZENSION: SIGRID LÖFFLER

Sehr seltsam. Die Bilder hat jeder im Kopf, die Namen nicht. Der Mann im Trenchcoat, der den Eispickel hebt, um ihn auf sein Opfer niedersausen zu lassen. Der Mann mit dem schwarzen Lack-Dreispitz, der mit gezogener Pistole Spaniens Parlament und Regierung in Geiselhaft nimmt. Die Männer, die auf John und Robert Kennedy, John Lennon, Ronald Reagan, Papst Wojtyla schossen. Wie hießen die gleich alle?

Der kurze Auftritt auf der Weltbühne

Wir kennen sie - und kennen sie doch nicht. Sie sind Schattenmänner, die Welt weiß kaum etwas von ihnen. Und doch sind sie Figuren, die ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen haben. Sie geistern durch unsere Epoche: Ramón Mercader, der 1940 in Mexiko Stalins Erzfeind Leon Trotzki mit einem Eispickel tötete; Antonio Tejero Molina, der am 23. Februar 1981 mit seiner Guardia-Civil-Meute das Parlament in Madrid stürmte


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