Ohne Göd ka Musi

Stadtleben | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Das zweite Popfest zeigt eine Szene im Umbruch: Wiens Popelite möchte mit ihrer Kunst endlich auch Geld verdienen

Bestandsaufnahme: Gerhard Stöger

Als Clara Luzia im Mai 2010 das erste Wiener Popfest eröffnete, zeigte sich eindrucksvoll, wie groß das Interesse an der jungen lokalen Musikszene ist. Die Bühne war zu niedrig, der Sound zu schwach, die Infrastruktur zu mangelhaft, um den Besuchermassen am Karlsplatz gerecht zu werden.

Das Popfest wollte die junge Musikszene der Stadt aus der Nische holen und ins Zentrum rücken. Weder den Veranstaltern noch den teilnehmenden Künstlern war im Vorfeld klar, ob es dafür auch ein Publikum gebe. Der viertägige Konzertreigen ging zwar bei freiem Eintritt über die Bühne, es gab aber keine Zugeständnisse an den Massengeschmack. Dennoch waren Tausende in Partystimmung.

Das zweite Popfest findet unter veränderten Bedingungen statt. Die qualitative Dichte im heimischen Pop führt gegenwärtig dazu, dass FM4 seit sechs Wochen österreichische Platten

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