Was fährt denn da?  

Fessle mich, sonst verlass ich dich!

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Bericht: Matthias Dusini

Am Sattel pickt ein Post-it, alle Tage wieder: "Bitte entfernen“ steht darauf geschrieben - mit vier Rufzeichen versehen. Und: "Fahrräder haben am Gang nichts verloren“ (nochmals vier Rufzeichen). Wahr ist’s, aber wohin stellen?

Es gebe doch einen Abstellplatz im Hof und einen Raum im Keller, schimpft die Nachbarin. Doch die neuen Metallständer im Innenhof sind restlos mit Rädern vollgestellt, und auch der hauseigene Abstellraum ist bis auf das letzte Fleckchen mit Bugaboos verparkt. Was bleibt einem also anderes übrig, als das Fahrrad ans Stiegengeländer zu fesseln? Allem Ärger der Nachbarn zum Trotz. Hat sich das Parken auf der Straße doch als wenig sinnvoll herausgestellt und bisher vier Fahrräder gekostet - ungeachtet der mehrere Zentimeter dicken Panzerkette.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) 6502 Fahrräder gestohlen - damit liegt Wien in der europaweiten Statistik auf Nummer drei hinter Berlin und Hamburg.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige