Wer wohnt denn da?  

Es spukt in den Suiten des Shangri-La

Stilkolumne

Stadtleben | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Geisterjagd: Matthias Dusini

Im Schwimmbecken ist kein Wasser, aber sonst ist alles so, als würde der Page gleich kommen. Im Foyer des Hotels Shangri-La am Schubertring flimmert ein Flatscreen, dezentes Licht geht von den mächtigen, an die Grand Hotels der 50er-Jahre erinnernden Kristalllustern aus. "Nein, Sie können hier nicht rein“, beantwortet ein Herr die Frage nach einem Zimmer. Er trägt keine Portiersuniform, sondern das Gewand eines Sicherheitsdienstes. Wäre alles nach Plan gegangen, müsste das Luxushotel jetzt in Betrieb sein. Ist es aber nicht.

Anfang März berichtete auch der Falter über den tristen Tag im Leben des Immobilienmanagers Thomas Jakoubek, als der mit dem Schlüssel vor dem Hotel wartete. Der bekannte Koch Joachim Gradwohl testete in der Küche die Herdplatten, in den Vasen blühten die Orchideen. Allein, die chinesischen Geschäftspartner von der Hotelkette Shangri-La erschienen nicht. Die Wiener seien nicht rechtzeitig fertig geworden, hieß es aus Hongkong.


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