Die Bank der einsamen Gaumen

Stadtleben | aus FALTER 18/11 vom 04.05.2011

Dort, wo bisher alles scheiterte, probiert jetzt ein Szenegastronom den Neustart

Lokalkritik: Florian Holzer

Am Anfang war da die Rumänische Bank. Da ging nie wer hinein oder hinaus, was die Fantasie natürlich enorm beflügelte, besonders die Fantasie mancher Gastronomen, die sich da in bester Lage in den riesigen Räumen auf unterschiedlichen Ebenen sehr gut Lokale und Clubs vorstellen konnten, wie man sie auch in New York hat.

Aber egal, die Miete der 600-Quadratmeter-Immobilie galt sowieso als gastronomisch unfinanzierbar, und deshalb war das Staunen gar nicht klein, als 2003 ein Teil des Ra’mien-Teams doch aufmachte - mit Eames-Sesseln, bunten Farben, Designer-Sushi und Take-away-Suppen tagsüber, mit heiter inspiriertem Pan-Asia-Essen abends. Hätte aller Wahrscheinlichkeit nach gehen müssen wie Sau, ging aber nicht. Auch nicht nach Umgestaltung, Umkonzipierung, Besitzerwechsel, auch nicht, als Jin Loh, der zuvor in Dornbirn ein extrem erfolgreiches Asia-Restaurant führte, 2008


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