Festwochen Tipps

Brutal gut: sadistische Pornos als Reality Show

Lexikon | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Dass der ungarische Filme- und Theatermacher Kornél Mundruczó einer der härtesten Regisseure der Gegenwart ist, davon können Festwochenbesucher der letzten Jahre ein Lied singen. Weder das "Frankenstein-Projekt“ (2009) noch die Sorokin-Inszenierung "Das Eis“ (2010) waren für zarte Gemüter geeignet. Wer’s gesehen hat, weiß aber auch: Der Mann ist nicht nur brutal, sondern auch brutal gut. In diesem Sinne darf man sich auf das diesjährige Gastspiel freuen, obwohl die Inhaltsangabe zu "Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein“ ("Nehéz istennek lenni“) abermals Schlimmes befürchten lässt: Die "Reality Show“ erzählt von jungen Ungarinnen, die von Sadisten dazu gezwungen werden, in Gewaltpornos mitzuwirken. "Es gefriert einem das Blut“, schrieb der Standard. "Obwohl man ja weiß, dass nur Kunstblut fließt.“ WK

Remise Erdberg, Mi, Do 21.00 (bis 21.5.)


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