Kritik

Psychoterror im Atomschutzbunker

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Draußen habe ein atomarer Terrorangriff stattgefunden, er habe sie gerade noch retten können, sagt Mark in seinem Bunker zu Louise, die sich an keine Explosion erinnern kann. Was in "Nach dem Ende“ von Dennis Kelly draußen tatsächlich passiert, bleibt im Verborgenen, aus dem Radio kommt nur Rauschen. Die von allen Seiten einsehbare Bühne ist ein treffendes Bild für den beengenden Luftschutzkeller, der für Louise nicht zum Rettungs-, sondern zum Terrorort wird, an dem Mark seine Macht über sie ausübt, immerhin ist es sein Bunker und sein Essen. Die Inszenierung von Stephan Pfister ist in ihrer Gewalttätigkeit zu explizit, weniger aggressives und lautes Spiel täten dem in sich schon brutalen Kammerspiel gut.

Theater in der Josefstadt, Probebühne, Sa, So 20.00


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