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Feurig beleuchtet: Xenakis und die Antike

Lexikon | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Antiker Stoff, archaische Klänge: 1966 schuf Iannis Xenakis eine Oper nach Aischylos’ Tragödientrilogie "Oresteïa“. Dieses 458 v. Chr. entstandene Werk geht der ewigen Frage nach, warum ein Mensch einen Menschen tötet, spannt ein Netz von politischen und religiösen Bezügen rund um die Morde innerhalb der Familie des ruhmreichen Feldherrn Agamemnon. Xenakis’ Komposition, hier gespielt vom Remix Ensemble Porto unter Peter Rundel, ist dominiert von prägnantem Schlagwerk, virtuosem Baritongesang und dem Chor als Protagonisten und erzielt so ihren antikisierenden Effekt - den Regisseur Carlus Padrissa (Fura dels Baus) durch pyrotechnische Effekte in seiner Freiluftinszenierung noch verstärken will. CF

Vor der Karlskirche, Do 20.30 (bis 21.5.)


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