Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Der Apfl ist grad weg. Der Hackl auch. Der eine sieht in Ägypten nach, was die Revolution so macht, der andere auf Sardinien nach dem Rechten. Oder so. Ich schreibe das nur, weil es Spaß macht, Hackl und Apfl in einem Atemzug zu nennen, und auch, weil es selten ist, dass der Apfl und der Hackl an einem Montagabend beide nicht im Haus sind, denn da arbeiten Apfl und Hackl immer. Also fast. Nachzutragen wäre noch, dass der Apfl am Karfreitag auch urlang in der Redaktion war, ich aber nur die Brodnig erwähnt habe. Die Brodnig ist übrigens auch grad weg. Sie trifft sich in New York mit ihrem Avatar. Ebenfalls abwesend: die Horaczek und die Tóth. "Wir sind zu zweit!!“, hat der Klenk in der Sitzung ausgerufen, und alle haben verstanden: Cpt. Klenk und Sgt. Gepp müssen jetzt auf den Kometen fliegen und dort die Atomsprengköpfe versenken, um ihn vom Kollisionskurs mit Terra abzubringen.

Das ist bis 20.30 Uhr denn auch geglückt. Die Zimmer der Politikredaktion sind längst vorschriftsmäßig verdunkelt. Nur bei Kralicek brennt noch Licht. Nachdem er das halbe Feuilleton vollgeschrieben hat, sind noch Kolümnchen und Kästchen zu füllen. Den einzigen Deep Impact, den es für die Kulturweicheier zu verhindern gab, waren die Ideen diverser Kollegen für die Cover-Schlagzeile: "Die Burg brennt!“, "Hartmanns Armageddon“, "Lulugate am Ring“, "Die Hart: With a Vengeance“ - solche Sachen. Apokalyptiker allesamt! Denen werden wir die Zündelei aber noch austreiben - cause it’s a hard, it’s a hard, it’s a hard, it’s a hard, and it’s a hard rain’s a-gonna fall!


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