Das verspielte Land

Politik | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Wie willfährige Politiker die Interessen eines Glücksspielkonzerns bedienen und damit immer mehr Bürger in die Spielsucht treiben

Bericht: Florian Klenk

Es war ein Volksfest, das die Glücksspielfirma Novomatic vergangenen Mai in Gumpoldskirchen zum 30-Jahr-Jubiläum inszenierte. 1500 Menschen waren gekommen, darunter EU-Kommissar Johannes Hahn, Ex-Innenminister und Novomatic-Aufsichtsrat Karl Schlögl, Peter Westenthaler und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll. Es spielten die Gumpoldskirchner Spatzen, und der Landesfürst lobte den "Leitbetrieb“ der Region per amtliche Presseaussendung. Der Chef des Unternehmens, Franz Wohlfahrt, dankte Pröll für die "Rückendeckung“ der Politik.

Zwei Milliarden Euro Umsatz wurden vom Glücksspielgiganten 2010 erwirtschaftet, 16.000 Mitarbeiter beschäftigt der Global Player, 2700 davon in Österreich. Eine erstaunliche Bilanz für Firmengründer Johann Graf, der seine Karriere in den 80ern als Flipperimporteur im Prater begann.

Tausende


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