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Barbara Blaha
Politik | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Im rot-grünen Bereich

Ein Klassentreffen bietet Anlass, Bilanz zu ziehen. Viel ist vom jugendlichen Idealismus nicht mehr übrig, man hat es sich in der Bürgerlichkeit längst bequem eingerichtet. Mittlerweile sei schon egal, wen man wähle, am Ende seien alle gleich. Die Linke schaffe es nicht mehr, Menschen für eine gemeinsame Idee zu begeistern.

Der deutsche Journalist Christoph Ruf, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel-Online, die Frankfurter Rundschau und die taz schreibt, nimmt das eigene zehnjährige Klassentreffen zum Anlass, um sich auf Spurensuche in der deutschen Linken zu begeben. 18 Monate lang hat er Landesparteitage besucht, Wahlkampfveranstaltungen beobachtet, sich an der Basis umgesehen. Ruf porträtiert SPD, Grüne und Linkspartei in seinen Reportagen in ihren unterschiedlichen Facetten.

So schildert er etwa das diffizile Verhältnis der Parteien zueinander: SPD-Politiker lassen der Linken ausrichten, sie müssten sich eine Koalition mit der SPD erst

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