Indiepop mit Reclam-Heft

Feuilleton | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Der Autor Lukas Meschik ist auch als Sänger und Texter der Indieband Filou eine Entdeckung

Porträt: Sebastian Fasthuber

Es ist halb vier Uhr nachmittags am Popfest-Freitag, als sich die junge Band Filou ans Werk macht. Im für Konzerte eher knapp bemessenen Project Space der Kunsthalle steht die Luft. Im Vorfeld wurde hier im Rahmen zweier Panels die Popkritik zu Grabe getragen, ja, wurden Popindustrie und Popmusik überhaupt der Bedeutungslosigkeit überantwortet. Der sonnige Tag wurde passenderweise von schwarzen Vorhängen ausgesperrt.

"Jeder geschlossene Raum ist ein Sarg“, zitiert Filou-Sänger und Texter Lukas Meschik Blumfeld - und lacht. Zum Glück ist Meschik kein Jammerlappen, sonst würde er sich schwertun, als Newcomer eine Musikszene zu betreten, die, glaubt man den Diskussionen der Fachleute, ohnedies längst in der Bedeutungslosigkeit versunken ist.

Was nichts daran ändert, dass auch 2011 ein 22-Jähriger noch bedingungslos für den Popsong brennen kann. Ganze 18 davon hat


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