Zurück in die Zukunft

Feuilleton | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Die Romanverfilmung "Never Let Me Go“ ist Horrorfilm und Melodram in einem

Filmkritik: Michael Omasta

Die Zukunft war gestern. Der medizinische Durchbruch ereignete sich 1952. Seither können Ärzte unheilbare Krankheiten behandeln. 1967 überstieg die Lebenserwartung des Menschen bereits 100 Jahre.

Die Gegenwart sieht aus wie typisch britisches "Heritage Cinema“ - gedämpfte Farben, dominantes Braun, Grün, Grau. Allerdings spielt die Handlung nicht vor oder während des Zweiten Weltkriegs, sondern gegen Ende des 20. Jahrhunderts.

Kathy H. ist 31 Jahre alt. Das erste Mal begegnen wir ihr im Spital. Durch eine Glasscheibe blickt sie auf einen jungen Mann, der für eine Operation vorbereitet wird. Aus dem Off hebt die Erzählung an. Kathy hält für uns Rückschau auf ihr Leben und auf das ihrer Freunde. Sie spricht, als wäre es schon vorüber.

Hailsham, der Ort ihrer Kindheit, scheint auf den ersten Blick ein ganz gewöhnliches Internat zu sein. Dort sind Kathy, ihre Freundin Ruth und Tommy,


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