Hart Burg Lulu

Feuilleton | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Guter Besuch, schlechte Stimmung: eine Zwischenbilanz der Direktion Matthias Hartmann am Burgtheater

Analyse: Wolfgang Kralicek

Die Lust, mit der sich die hiesigen Medien auf den jüngsten "Skandal“ ums Burgtheater stürzten, hat vermutlich nostalgische Gründe. Ein brüllender Intendant, ein murrendes Ensemble, eine Starschauspielerin, die ihre Rolle zurücklegt - das alles klang beinahe so aufregend wie vor 25 Jahren, als Claus Peymann die Leitung des Burgtheaters übernahm und dort lustvoll einen Kulturkampf nach dem anderen führte.

Die Parallelen sind allerdings nur oberflächlicher Natur. Dass zwischen den beiden Intendanten Welten liegen, machen schon die medialen Quellen deutlich, an denen sich der Streit entzündete. Peymann hätte seinerzeit ein in der Zeit veröffentlichtes Interview mit André Müller beinahe den Job gekostet; die Affäre Hartmann wurde durch einen reißerischen Artikel in der U-Bahn-Zeitung Heute ausgelöst.

Unter dem Titel "Aufstand im Burgtheater“ ist dort


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