7 Sachen die Sie über die Wiener U-Bahn eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Wiens U-Bahn feiert gerade Jubiläum.

Genau: Am 8. Mai 1976 hat in Wien das U-Bahn-Zeitalter begonnen. Auf zweieinhalb Kilometern waren die ersten "Silberpfeile“ zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke unterwegs.

Aber die Strecke bestand schon, oder?

Ja, die U4 fährt auf der ehemaligen Stadtbahnstrecke. Dazu mussten sämtliche Stationen technisch umgebaut werden.

1976 wurde aber auch tief gebaut.

Ende der 60er-Jahre hatte die rote Stadtregierung beschlossen, dass Wien doch eine U-Bahn braucht (die ÖVP war schon länger dafür). Die Bauarbeiten für die U1 zwischen Reumannplatz und Praterstern begannen 1969; neun Jahre später verkehrte die U1 immerhin zwischen Reumann- und Karlsplatz; 1980 führte die U2 vom Karlsplatz zum Schottenring.

Und alle fanden es super.

Nun, es gab Vorbehalte. Obwohl die Bevölkerung das Baugeschehen neugierig verfolgte: Kaffeesieder fürchteten um ihren Umsatz, andere hatten Angst, dass die U-Bahn die Innenstadt "zu zentral“ machen würde.

Technikfeindlichkeit allerorten?

Offenbar auch. Heute schwer vorzustellen, wo jede Streckenverlängerung groß gefeiert wird.

Was ist eigentlich mit der U5?

Kniffliges Thema: Bei der Vergabe der Liniennummern U1-U6 hatte man die Nummer 5 nicht zustande gekommenen Linien gegeben. Vielleicht ersetzt die U5 ja eines Tages die 43er-Tram nach Hernals. Noch Fragen?

Ja: Wieso heißt’s eigentlich "Silberpfeil“?

Na ja, weil die Garnituren vom Typ "Ux“, entworfen vom Eisenbahndesigner Johann Benda, silbern sind. Einen Kosenamen für die neuen "V-Wagen“ gibt’s noch nicht. Aber jetzt bitte nicht das Victory-Zeichen vorschlagen.


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