Was ist das Gute am Playboy?  

Ganz in Weiß: Der letzte Playboy

Stilkolumne

Stadtleben | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Nachruf: Matthias Dusini

Die Todesnachricht platzt mitten in das Revival des von dem Verstorbenen mitgeprägten Stils hinein. Ohne den Deutschschweizer Millionär Gunter Sachs hätten lässige Espandrillos und weiße Yachtklamotten in den 60er-Jahren nie jene Popularität gewonnen, die sie diese Saison wieder in die Auslagen von H&M und anderen internationalen Modeketten bringt.

Der 1932 im deutschen Mainberg geborene Unternehmerssohn ist mit dem Begriff Playboy assoziiert, der im Museum der Geschlechter einen besonderen Rang hat. Der Playboy pflegte sexuelle Freizügigkeit auf hohem Niveau, eine Art Kommunardentum mit Kaviar und Champagner, das heute auf Wörtherseepartys oder Wiener Clubdiscotheken unwissentlich persifliert wird.

Sachs verkörperte jene an der französischen Riviera angesiedelte Martini-Moderne, die mit dem Architekten Le Corbusier den Glauben an eine durch Technik und Wissenschaft verbesserbare Zukunft teilte, diesen aber in erster Linie auf Bob-Rodel, Motorboote und gut


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige