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Stadtleben | aus FALTER 19/11 vom 11.05.2011

Das Sapa, Kulminationspunkt der Neubauer Szenelokalszene, ist neuer & größer

Lokalkritik: Florian Holzer

Ohne den Begriff noch mehr strapazieren zu wollen, aber das Sapa ist schon irgendwie ein Phänomen. Vor etwa sechs Jahren wurde aus dem Eckwirtshaus Lindenstüberl ein mit MDF-Mobiliar, Lounge und stilistisch gut eingesetzter Asia-Tapete ausgestatteter Szenevietnamese. Warum das Lokal Erfolg hatte, war auf rationaler Ebene nie ganz zu ergründen, das Essen war okay, ja, das Mobiliar aber alterte rapide und die Luftqualität war - zumindest vor der Raucherregelung - gemeingefährlich. Dennoch, die Hütte war voll, mittags und abends, voll mit einem extrem homogenen Publikum, das gemeinhin als "typisches Siebter-Bezirk-Publikum“ bekannt ist: neue Selbstständige, alternative Start-up-Unternehmer, Kreative, Singles, Mitglieder von Patchworkfamilien in der Altersklasse zwischen 30 und 40. Hier waren sie unter sich.

Vor zwei Jahren eröffneten die Sapa-Leute dann gleich daneben eine französische


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