Viel mit wenig anfangen

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Vienna Independent Shorts trotzt mit prallem Programm finanziellen Sorgen

Wer hat behauptet, dass Epen ausführlich zu sein haben? Zwei Bäume, ein Vogel und ein Hund, in wenigen Strichen auf weißen Grund gesetzt: Viel mehr Personal braucht Nicolas Mahler nicht, um im Fünfminüter "Der Park“ (2005) eine ergreifende Tragikomödie über das Verrinnen der Zeit zu erzählen.

Ähnlich Mahlers vielfach ausgezeichneten Comics leben die Filme des Wieners wesentlich von der Lust am pointierten Verknappen. Dass sein brillantes bisheriges Trickfilmschaffen (Gesamtlänge: eine gute halbe Stunde) nun Gegenstand eines Tributes beim Festival Vienna Independent Shorts ist, macht Sinn: Auch bei VIS weiß man seit Jahren mit wenigem viel anzustellen. In den bisher sieben Ausgaben hat es ein junges Team geschafft, das Kurzfilmfestival (gespielt werden Filme aller Sparten unter 30 Minuten) im üppigen Wiener Filmkulturkalender als Fixum mit Wiedererkennungswert zu etablieren. Seine poppige Grundierung hat


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