Tiere

Ausgeschuppt

Lexikon | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Sie will ein Fisch im Wasser sein

im flaschengrünen, tiefen See

Sie will mit Wasser sich besaufen

und paar Blasen blubbern lassen

Nina Hagen

Der US-Bundesstaat Texas plant ein neues Gesetz, das falsche Angaben über die Größe des gefangenen Fisches unter geradezu drakonische Strafen mit Freiheitsentzug bis zu zehn Jahren stellt. Klingt zuerst wie ein weiterer Beitrag zur Rubrik "schrullige US-Gesetze“, ist aber ein Zeichen dafür, wohin die Reise der Spiel- und Spaßindustrie geht: Angeln als neuer Trend. Ein "Sport“, der mehr Naturnähe als die pestizidumwölkten und spießig getrimmten Rasenflächen im Golf bietet, billiger als eine Jagdpacht ist und auskenner- wie ausrüstungsmäßig ordentlich was hermacht. Da kann man fliegenfischen (mit, nicht auf!), nachtangeln, sich auf Eis und Hochsee herumtreiben oder auch nur im Donaukanal seine Plastikweichköder versenken. Besonders fies, weil nur vordergründig "fischlieb“ ist das "catch and release“, bei dem die Fische nicht getötet,


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