Vorwort

Armin Thurnher | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Vor dem österreichischen Supermarktregal, auf dem schicken Wiener Samstagsmarkt oder beim Besuch der überlaufenen Arche Noah zwecks Pflanzenkauf könnte man den Eindruck haben, die Sache sei schon gelaufen.

Die Statistik macht einen etwas vorsichtiger. Der Anteil der Bionahrungsmittel am Gesamtumsatz stieg in den letzten Jahren in Österreich kontinuierlich, er beträgt aber immer noch nicht einmal zehn Prozent.

Obwohl für die Einsichtigen klar ist, dass Globalisierung, Klimawandel und nachhaltige Landwirtschaft zusammenhängen, kann man von einer Wende in der Landwirtschaft beim besten Willen nicht sprechen. Dabei ist Österreich, was Bio betrifft, noch ein Pionierland.

Jean Ziegler, der ehemalige Chef der UN-Welternährungsbehörde, rückt im Gespräch mit Wolfgang Zwander die hiesige Kleinidylle in die globale Perspektive. Ohne Bekenntnisse kommt man beim Thema Bio nicht aus, gleichfalls nicht ohne Moral. Kabarettist Thomas Maurer bereichert deshalb unsere Ausgabe passenderweise mit einem Bekenntnis.

Julia Kospach hilft urbanen Gärtnern bei ihrem Vorhaben (die Stadt Wien ist übrigens ein großer Produzent von Biogemüse). Florian Holzer sucht die zarten Spuren von biologisch zertifizierten Restaurants in Wien, Ruth Eisenreich geht einer populären Legende in Bezug auf den Preis von Bio nach und klärt uns über die Vielfalt der Bio-Siegel auf. Irena Rosc porträtiert die Biopionierin Christine Saahs vom Wachauer Nikolaihof, sie fotografierte auch das Cover und stellte Bilder aus ihrer im Falter monatlich erscheinenden Serie von Bioproduzenten zur Verfügung.

Bianca Tschaikner zeigt das Bioland Österreich in Form einer unterhaltsamen Karte, Matthias Dusini und Christopher Wurmdobler beantworten 19 Biofragen in ihrem aus dem Falter-Stadtleben beliebten 7-Sachen-Stil.


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