Bekenntnisse eines Gutmenschen

Konfession: Thomas Maurer | 18.05.2011

Ein Kabarettist über den Mulm angesichts des dampfenden Gulaschs und seines Sinnzusammenhangs

In der guten alten Zeit, als der Falter noch von abstrakten Titelbildern und ebensolchen kulturphilosophischen Aufsätzen geprägt war, galten Ökokonsumenten tendenziell als schrullige, Falter lesende Trolle und Trollinnen mit Müsliresten in den Hippiemähnen und Aussteigerbärten; Randerscheinungen, deren pittoresken Anblick man ebenso schmunzelnd tolerierte wie ihr unbegreifliches Verlangen nach schrundigen Zwergäpfeln und bleichen Tofuklötzen.

Heute hingegen, wo auch der Falter mit scharfen, teilweise sogar farbigen Fotos prunkt, gelten Ökokonsumenten als verwöhnte, Falter lesende Säcke und Säckinnen aus besserem Haus, die sich mangels anderer Sorgen gegenseitig ihre Felchenfilet-iPhone-Fotos auf Facebook vorführen.

Natürlich wäre es aber albern, sich als Ökokonsument zum Angehörigen einer diskriminierten Minderheit zu stilisieren. Auch die Supermärkte strotzen schließlich inzwischen

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