Der Ausweg aus dem     griechischen Drama

Falter & Meinung | Gastkommentar: Marianne Kager | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Austritt aus der Eurozone? Schuldenerlass? Griechenlands Krise ließe sich anders lösen. Leider fehlt dafür der Mut

Man kann die griechische Schuldenkrise als Tragödie sehen, mit lausigen Schauspielern und chaotischen Chören. Man kann sie aber auch mit Goethes Zauberlehrling vergleichen - und hoffen, dass einer dem Spuk rechtzeitig ein Ende bereitet.

Worum geht es? Mit dem Auftreten der Refinanzierungsschwierigkeiten Griechenlands war klar, dass Solidarität in der Eurozone gefordert ist. Die Glaubwürdigkeit der Währungsunion steht auf dem Spiel. Doch die Mitgliedsstaaten, die Europäische Zentralbank und der Währungsfonds ziehen nicht an einem Strang.

Ihr Zaudern verunsichert die Gläubiger. Es verstrichen Monate, ehe man sich auf das erste Hilfspaket einigte. Die Kosten klettern derweil nach oben.

Anstatt zu überlegen, wie die Glaubwürdigkeit der Währungsunion wiederhergestellt werden kann, erhoben einzelne EU-Länder, allen voran Deutschland, schwere Vorwürfe. Die Griechen hätten


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