Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Es gibt ein paar Dinge im Internet, die sind wirklich peinlich. Zum Beispiel ist es total uncool, seinen eigenen Wikipedia-Eintrag zu schreiben. Noch schlimmer ist allerdings, mit der Schriftart Comic Sans zu kommunizieren. Comic Sans wurde einst als verspielte Schriftart für Kinder entwickelt, sie schaut aus wie die Buchstaben aus einem Comic-Heft. Wenn man acht Jahre alt ist, in der Volksschule unterrichtet oder als Clown auf Kindergeburtstagen auftritt, ist der Einsatz von Comic Sans in Ordnung. Für alle anderen gilt: Leute, lasst die Finger davon! Ihr schaut sonst geistig zurückgeblieben aus.

Das sehe nicht nur ich so. Es gibt eine eigene Webseite, die gegen diese Schriftart ankämpft: www.comicsanscriminal.com. Dort kann man ein Gelöbnis unterschreiben, dass man in Zukunft die lustigen Lettern nur einsetzen wird, wenn es angemessen ist. Mein Tipp: Auf Bewerbungsschreiben, Todesanzeigen oder amtlichen Dokumenten ist Comic Sans ganz sicher fehl am Platz.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige